Hausmittel gegen Schimmel in der Wohnung

Mit steigenden Heizkosten haben sich im vergangenen Winter immer mehr Deutsche dazu entschieden, weniger zu heizen und stattdessen lieber einen Pullover mehr oder ein weiteres Paar Strümpfe anzuziehen – mit dramatischen Folgen. Fast jede dritte Wohnung soll in Deutschland Studien zufolge mit Schimmel befallen sein. Dies ist nicht nur eine Gefahr für das Bauwerk, sondern gerade auch für Leib und Seele der Menschen. Schimmel sollte daher unbedingt entfernt werden, was auch in Eigenregie passieren kann.

Bei über 250.000 verschiedenen Schimmelpilz-Arten ist eine Unterscheidung für die Laien nicht möglich. Eigentlich sehen die grünlichen, schwarzen oder gelblichen Flecken an Wänden und Decken immer gleich (ekelerregend) aus. Und die gleiche Wirkung haben sie im Prinzip auch, denn Schimmel löst Infektionen der Atemwege aus und ruft unterschiedliche allergische Reaktionen hervor. Sobald also Schimmel in einer Wohnung entdeckt wird, muss zügig gegen ihn vorgegangen werden.

Regelmäßiges Heizen und Lüften ist ein Anfang. Der Schimmelpilz liebt eine warm-feuchte Umgebung. Mit Wärme aus der Heizung und reichlich Frischluft wird ihm somit schon viel Nährboden genommen. Gerade in den Räumen wie Schlafzimmer, Badezimmer und Küche sollte man unbedingt darauf achten, die Heizung stets zu betreiben, und drei Mal am Tag für fünf Minuten zu lüften. Ein Stoßlüften bringt hier den besten Effekt.

Die Chemiekeule zeigt die beste Wirkung

Wenn Sie sich dann selbst an die Bekämpfung des unbeliebten Wandbewohners machen wollen, sollten Sie sich als erstes in einem Baumarkt passend ausstatten. Kunststoffhandschuhe, Einmalschutzanzug, Mundschutz und Schutzbrille sollten unbedingt bei der privaten Bekämpfung von Schimmelpilzen genutzt werden. Nur wer wirklich gesund ist, sollte sich an diese Arbeit heranwagen. Die Sporen des Schimmels sind nicht zu unterschätzen. Daher auch niemals Schimmelflecken trocken abwischen oder abkehren.

Chemie hilft dabei zumeist, Schimmel von den Wänden entfernen zu können. Allerdings gilt bei dem Einsatz solcher Chemikalien zu beachten, dass hiermit keinesfalls die Ursachen, sondern nur die Auswüchse bekämpft werden. Von Hausmitteln wie Spiritus-Essig-Mischungen wird eher abgeraten, da sie zumeist mehr Schaden anrichten als Gutes tun. Generell sollten bei großem Schimmelbefall der Fachmann zu Rate gezogen werden.

Schimmel-Prävention: Eine konstante Raum-Luft-Temperatur von +20°C

Schimmelflecken bis zu einem halben Quadratmeter Größe sollten mit einer Mischung aus drei Teilen Salizylsäure, erhältlich in der Drogerie oder Apotheke, und 97 Teilen 70-prozentigem Alkohol werden. Dies sollte drei Mal nacheinander im Abstand von 30 Minuten geschehen. Anschließend die glatten Flächen gründlich abwischen und mit Brennspiritus oder 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol bzw. Ethanol einreiben. Tapeten, Gipsplatten und ähnliches müssen nach dem Einsatz selbstverständlich entsorgt werden, da sie schon von den Sporen durchfressen sind.

Wer präventiv gegen Schimmel arbeiten möchte, sollte sich einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmesser anschaffen. Diese Geräte zeigen die aktuelle Luftfeuchtigkeit an, wobei eine relative Raum-Luft-Feuchte von nicht mehr als 50 % und eine konstante Raum-Luft-Temperatur von +20°C (in Badezimmern +22°C) empfohlen wird. (Bild: © CFalk/pixelio.de)

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Schimmel im Altbau muss nicht hingenommen werden

Mieter haben einen Anspruch auf eine mängelfreie Wohunung: Der Vermieter kann sich bei einem Schimmelbefall nicht auf das Alter des Gebäudes berufen.

Auch in einem Altbau hat der Vermieter für eine Beseitigung des Schimmelbefalls zu sorgen. So entschied auch unlängst das Berliner Amtsgericht des Bezirks Wedding (Az.: 15a C 58/10).

Ein Vermieter kann im Übrigen nicht dem Mieter ohne Weiteres einen etwaigen Schimmelbefall in die Schuhe schieben, denn die Beweislast, etwa für falsches Lüften, liegt beim Vermieter.

Mietern kann empfohlen werden, 3 mal täglich zu lüften, vor allem nach dem Duschen, beim Kochen oder sonstigen Aktivitäten, bei denen Feuchtigkeit anfällt. Ansonsten muss die Wohnung in üblicher Weise benutzbar sein, ohne dass sich Schimmel bilden kann. Wenn sich bei normalem Wohnen trotzdem Schimmel bildet, ist das in der Regel nicht dem Mieter anzulasten. Denn, wie ein anderes Gericht treffend bemerkte, habe der Mieter keine bautechnische Versuchsanstalt, sondern eine Wohnung gemietet.

Bei gesundheitsschädlichem Schimmelbefall haben Mieter einen Anspruch auf Mietminderung und Beseitigung des Mangels. Hierzu kann dem Vermieter eine angemessene Frist gesetzt werden. Bezüglich der Höhe der Minderung und allen sonstigen Fragen rund um das Schimmelproblem sollte man sich von einem Anwalt beraten lassen, denn oft überschätzen Mieter die Höhe der Minderung und riskieren einen Mietrückstand, der u.U. zu einer Kündigung berechtigen kann.

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Schimmel in der Wohnung – ein lästiger Mitbewohner

Er ist unangenehm, entwickelt sich schnell zu einem lästigen Mitbewohner und kann der eigenen Gesundheit Schaden zufügen – Schimmel ist in deutschen Wohnungen ein weit verbreitetes Problem. Mittlerweile ist er auf Bundesebene in fast jeder dritten Wohnung vertreten und entwickelt sich für die Bewohner zu einem ernstzunehmenden Problem.

Schneller als erwartet können sich die schwarzen, gelblichen oder auch grünlichen Auswüchse, die sich vor allem an Decken und Wänden zeigen, zu einer Gefahr für die Gesundheit entwickeln. Seit Jahren setzen sich Forscher mit Schimmel und verschiedenen Schimmelpilzarten auseinander. Mittlerweile beläuft sich die Zahl der Schimmelpilzarten, die vorkommen und wissenschaftlich erfasst wurden, auf rund 100.000. Trotz immer neuer Techniken ist es der Fachwelt bislang noch nicht gelungen, Methoden zu entwickeln, durch die unterschiedliche Schimmelpilze eindeutig definiert werden können.

Gesundheitsgefahr durch Schimmel

Von einer Gesundheitsgefahr kann immer dann ausgegangen werden, wenn sich die Schimmelpilzkulturen mit dem bloßen Auge erkennen lassen. Schnell lösen die ungewollten Mitbewohner allergische Reaktionen, Vergiftungserscheinungen und Infektionen der Atemwege aus. Es muss vor allem an den Orten mit Schimmel gerechnet werden, an denen organische Stoffe als Nährboden zu finden sind. Meist ist dies in einer feucht-warmen Umgebung der Fall.

Schimmel liebt feuchte Wärme

Besonders gut gedeiht der Schimmelpilz in dauerhaft feuchter Wärme. Unter diesen Gegebenheiten kann er rasch größere Pilzgeflechte entwickeln. Dabei ist die Schimmelpilzbildung nicht nur ein Problem älterer Gebäude. Durch die heutigen bautechnischen Möglichkeiten sind auch neue Häuser entsprechend gefährdet. Bereits kleine Fehler in der Wärmedämmung reichen aus, um für den Schimmel und seine Vermehrung eine optimale Basis zu entwickeln.

Dieses Portal wird sich umfangreich mit dem Thema Schimmel auseinandersetzen. Neben verschiedenen Schimmelarten werden wir auf Möglichkeiten eingehen, durch die der Schimmelpilz in den eigenen vier Wänden beseitigt werden kann. Bild: © Kurt Michel / pixelio.de

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