Mietrecht: Schimmel kann ein Grund für Mietminderung sein

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Immer wieder treten an gemieteten Wohnungen Mängel auf. Ein häufig verbreitetes Problem ist neben Baulärm und Feuchtigkeit der Schimmelbefall. Zahlreiche Wohnungen in Deutschland sind vom Schimmelbefall betroffen. Häufig finden sich unter ihnen auf angemietete Wohnungen.

Kommt Schimmel in der eigenen Wohnung vor, kann der Mieter laut dem deutschen Mietrecht von seinem Recht der Mietminderung Gebrauch machen. Der Vermieter ist nach dem deutschen Gesetz dazu verpflichtet, jede Wohnung in einem makellosen und ebenso auch gebrauchsfreien Zustand zu übergeben. Sobald Mängel auftreten, zu denen auch der Schimmelbefall gezählt wird, muss der Vermieter diesen beseitigen.

Der Mieter kann für die Zeit eine Mietminderung durchführen, in der der Mangel vorhanden ist. Sobald er durch den Vermieter beseitigt wurde, ist die Minderung nicht mehr möglich.

Eine Mietminderung kann unter entsprechenden Umständen auch zur vollständigen Nichtzahlung des Mietzinses führen. Grundsätzlich ist es nach dem deutschen Mietrecht gleichgültig, ob der Mangel erst während der Mietzeit entstand oder ob dieser bereits bei der Überlassung der Wohnung vorhanden war.

Schimmel darf nicht durch den Mieter verschuldet sein

Allerdings muss beachtet werden, dass eine Mietminderung nicht in Frage kommt, wenn die Mängel bereits bei der Unterzeichnung des Vertrags bekannt waren oder sie durch den Mieter verschuldet wurden.

Ein Recht auf Mietminderung besteht auch dann, wenn der Mangel nicht durch den Vermieter selbst verursacht wurde. Grundsätzlich hat der Mieter bei Schimmelbefall in der Wohnung das Recht, die Miete bis zur Behebung des Mangels zu kürzen.

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